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Jahresprogramm

"Top on the bill - mein Leben als Jongleur"

Rudy Horn 

Jongleur Weltmeister

zum 80.Geburtstag

Ausstellung 07.04. - 23.06.2013

"Heinrich Bieler Gedenkausstellung"

eigenwillig und vielseitig 
Dauer: Sonntag, 05.05. bis Sonntag 16.06.

Heinrich Bieler, Leben und Werk

Heinrich Bieler ist am 9. Oktober 1919 in Berchtesgaden geboren und auf einem Bauernhof aufgewachsen. Er besuchte die Schnitzschule in Berchtesgaden und später die Akademie für bildende Kunst in München. Diese weitere Ausbildung musste er abbrechen. Er wurde zum Arbeitsdienst eingezogen, musste dann in den Krieg und kam in russische Gefangenschaft.

In dieser Zeit begann er, „seine“ Kreuze zu schnitzen. Er schnitzte sie aus Astgabelungen, die Arme so, wie der Ast gewachsen war, die ganze Figur aus einem Stück. Er hatte von den Visionen des heiligen Franziskus gelesen, Franziskus hatte Christus „im Baum“ gesehen. Dieses Bild regte Heinrich Bieler an, Christus im Baum zu suchen und sichtbar zu machen. Seit er – krank – aus der Gefangenschaft zurückgekehrt war, schnitzte er Christusdarstellungen fast ausschließlich aus Astgabelungen. Er nahm jede Holzart, hart oder weich, wenn er die Form des Astes geeignet fand. Anfangs nahm er V-förmige Gabelungen, später möglichst waagrechte – kreuzförmige – Äste, die er auch nur relativ grob bearbeitete. Es kam ihm nur auf das Wesentlichste an: den Ausdruck und die Haltung, die durch den Wuchs der Äste weitgehend vorgegeben war. Manchmal nahm er einen weiteren Ast als Kreuzbalken. Bei einigen sieht man noch Rindenteile, die das Material „Baum“ besonders betonen. Diese Art der Christusdarstellung aus der kreuzförmigen Baumgabelung wurde sein Hauptanliegen. Eines seiner größeren Werke steht auf der Archenkanzel im Nationalpark Berchtesgaden. Sein letzter großer Christus aus einem Baum ist jetzt in Oradea in Rumänien. 

Ein weiteres Thema war der Gute Hirte. Eine dieser Darstellungen steht in der evangelischen Kirche in Berchtesgaden, eine andere im Kloster Schweiklberg bei Vilshofen.

Heinrich Bieler schnitzte auch Heiligenfiguren, Mariendarstellungen, Christkindplastiken und die Figuren für einige Krippen. Später machte er als Krippendarstellungen nur noch die Heilige Familie als Ganzes, im Relief oder als Tongruppe in einem Stück. 

Bei den Muttergottes-Darstellungen gab es auch einen Wandel: er arbeitete etwa ab Mitte der 60iger Jahre Muttergottes-Figuren immer wieder aus einer V-förmigen Baumgabelung. Dabei nahm er den gerade nach oben gewachsenen Teil für das Kind, den anderen für Maria. Dadurch hält Maria das Kind hoch oder dem Betrachter entgegen.

In den 60iger Jahren beschäftigte er sich lange mit einem Christusbild, das früher in Neustadt an der Saale in der Rinde eines Baumes zu sehen war. Das Bild zeigte einen Christuskopf und soll im Baum gewachsen sein. 1937 wurde es zerstört. Heinrich Bieler fertigte einen Holzschnitt nach einem kleinen Foto, das er in einer Zeitung gefunden hatte. Er wollte das Christusbild erhalten.

Meistens arbeitete Heinrich Bieler mit Holz, aber hin und wieder befasste er sich mit anderen Materialien. Er formte mit Ton Entwürfe, auch Portraitplastiken und auf der Töpferscheibe Gefäße. Es gibt von ihm einige wenige Arbeiten aus Gips (z. B. eine Christophorus-Darstellung im Eingangsbereich der Auer Kirche in München), er goss Bilder und auch Kreuze aus Wachs und er zeichnete und malte Landschaften, Still-Leben und Portraits. 

1947 heiratete Heinrich Bieler und gründete eine Familie. Seine Frau Erika (1922 -1988) war Lehrerin an Realschule und Gymnasium. Sie bekamen 5 Kinder. Die Familie lebte zuerst in Berchtesgaden, dann einige Jahre in Plattling in Niederbayern und etwa ab1956 in Grafenau im Bayerischen Wald. 1974 zogen Heinrich Bieler und seine Frau wieder nach Berchtesgaden, um sich um die alte Mutter Bieler kümmern zu können, die inzwischen allein lebte.

Heinrich Bieler interessierte sich sehr für Pflanzen und Tiere. Viele Besucher können das bestätigen. In seinem Garten gab es manches Überraschende: Beerenzüchtungen, von denen er gehört hatte und die noch nicht so bekannt waren, Topinambur, von deren gesundheitlichem Wert er sehr überzeugt war, Bambus usw. Er beobachtete gern die Tiere, die sich in seinem Garten aufhielten, regte auch Kinder dazu an. Er nahm z. B. eine Blindschleiche vorsichtig in die Hand, um sie Kindern zu zeigen und brachte sie ebenso vorsichtig zurück.

Manche Berchtesgadener werden sich auch erinnern, dass er manchmal im Laientheater auf der Bühne zu sehen war.

Heinrich Bieler starb am 31. August 1992 plötzlich und unerwartet, als er gerade im Bus in Berchtesgaden unterwegs war. An seiner Schnitzbank befand sich noch eine angefangene Arbeit: eine Mutter Gottes mit Kind aus einem Ast.

Internationaler Museumstag

Sonntag, 12.05. 
Freier Eintritt für alle!

"Der Süden im Norden, der Norden im Süden"

Oldenburg/ Berchtesgaden


Dauer: Sonntag, 07.07. bis Sonntag, 18.08.

Ausstellung mit Vortrag über Nepal

von Dr. Hermann Krüttner im Sommer in der historischen Halle

Tag des offenen Denkmals

Sonntag, 08. 09. 
Freier Eintritt für alle!

Ein kleines Theaterevent

mit Lesung im Sommer/Herbst als Vorbereitung auf das Theaterstück im Winter 2014 im Museum im Neubau mit Rückblick auf die Geschichte der Marktbühne
Thema: Erich Kästner

Krippen aus neuer Zeit

im Altbau, organisiert vom Verein der Freunde des Heimatmuseums

Dauer: Samstag, den 7. Dezember 2013 bis Sonntag, den 5. Januar 2014

Jahresausstellung Künstlerbund

(im Neubau)
Dauer: Sonntag, 01.12. bis Sonntag, 05.01.2014